Artenvielfalt im Biotopverbund

   
   
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"Der Biotopverbund ist dann gegeben, wenn ein räumlicher Kontakt zwischen Lebensräumen besteht." (wikipedia.de)

 



Seen, Moore und Streuwiesen
Stille Seen, Moore und Streuwiesen

Fließgewässer
Naturnahe Fließgewässer

Alzschleife und Wiesenbrütergebiete
Ungestörte Wiesenbrütergebiete


Großflächige Naturschutzgebiete
Großflächige Naturschutzgebiete


Biotopverbund aus der Vogelperspektive

Mooraugen im Hochmoor
Moorauge im Hochmoor


Leitbild und Ziele

Naturschutz nach dem Prinzip des Libellenflügels

Leitbild Biotopverbund

Libellen sind Meisterwerke der Evolution. Im Flug agieren sie manövrierfähig wie kaum eine andere Tiergruppe, gleichzeitig sind ihre transparenten Flügel hauchdünne, elastische Gebilde aus Chitin und Protein. Libellenflügel setzen sich aus einem dichten Netz feinster Äderchen zusammen und können sogar unabhängig voneinander bewegt werden.
Wer einen Libellenflügel genau betrachtet, kann darin ein Grundprinzip der Natur erkennen: Vernetzung und Mobilität als Überlebenstrategie !

Das Biotopverbundprojekt folgt dem Leitbild des Libellenflügels: ein dichtes Netz hochwertiger Lebensräume schafft die Grundlage für den Erhalt der Artenvielfalt zwischen Eggstätt und Seeon.



Die wichtigsten Ziele des Biotopverbund-Projekts:

Schutz und Optimierung naturnaher Biotopstrukturen innerhalb der Eiszerfallslandschaft zwischen Eggstätt und Seeon

Entwicklung einer Biotopverbundachse zwischen den Naturschutzgebieten „Eggstätt Hemhofer Seenplatte“ und „Seeoner Seen“

Erhalt und Wiederherstellung von naturschutzfachlich hochwertigen Restlebensräumen als Trittsteine und Wanderkorridore für Pflanzen und Tierarten zwischen den beiden Naturschutzgebieten (Senken, Mulden, Toteislöcher, Tümpel, Raine, Wegränder, Hecken und Feldgehölze, landschaftsprägende Einzelbäume)

Verbesserung der Gewässergüte sowie Durchgängigkeit der Fließgewässer
(insbesondere die Ischler Achen als Rückgrat des Biotopverbundsystems, z.B. schonende Grabenräumung zum Schutz der wertvollen Muschelbestände)


Extensivierung der Landwirtschaft (Streuwiesenmahd, Pufferstreifen entlang von naturschutzfachlich wertvollen Biotopen
und Gewässern, Verzicht auf übermäßige Düngung von Grünland, Extensivierung von Intensivgrünland)

Kein Umbruch von Feucht- und Nasswiesen (13d-Flächen), keine Verfüllung von Toteislöchern, Geländemulden und feuchten Senken, keine Aufforstung von Feuchtbiotopen im Umfeld von Gewässern und Mooren

Wiedervernässung hydrologisch beinträchtigter Nieder- und Hochmoore

Beweidungs- und Entbuschungsmaßnahmen, Mahd

Schutz und Renaturierung von Quellstandorten

Standortgerechte, schonende fischereiliche Nutzung

Erhalt naturnaher Mischwaldbestände, Umstrukturierung naturferner Wälder (nachhaltiger Waldbau mit ausreichend Totholz und Höhlenbäumen)

Information, Besucherlenkung und Öffentlichkeitsarbeit
(Wegekonzept, Wander- und Fahrradtouren, Badeplätze, Beschilderung, Umweltbildung)